Rund 300 Besucher erleben in der Flina einen musikalischen Abend voller Vielfalt, Erinnerungen und generationenübergreifender Verbundenheit.
Mit einem festlichen Jubiläumskonzert feierte die Musikschule Lauffen a. N. und Umgebung am Sonntag, 18. Oktober, ihr 50-jähriges Bestehen. Rund 300 Konzertbesucher kamen in die Flina nach Flein, um ein abwechslungsreiches Programm zu erleben, das die musikalische Vielfalt der vergangenen fünf Jahrzehnte eindrucksvoll widerspiegelte.
Zu Beginn begrüßte Fleins Bürgermeister Alexander Krüger die Gäste und würdigte das positive Wirken der Musikschule in den Zweckverbandskommunen. Anschließend übernahm das renommierte Blockflötenorchester Picobella unter der Leitung von Daniel Koschitzki die musikalische Gestaltung des ersten Konzertteils. Der ehemalige Schüler der Musikschule, der heute als international gefragter Blockflötist tätig ist, führte sein Ensemble durch ein facettenreiches Programm. Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Philipp Telemann und weiteren Komponisten präsentierte Picobella eindrucksvoll die klanglichen Möglichkeiten der gesamten Blockflötenfamilie. Von klassischer Eleganz bis hin zu keltischen Melodien und modernen Klangfarben reichte die musikalische Bandbreite. Der begeisterte Applaus des Publikums mündete in eine Zugabe: den Walzer Nr. 2 aus Dmitri Schostakowitschs Jazzsuite Nr. 2.
Nach der Pause, in der der Förderverein mit Fleiner Sekt zum Anstoßen auf das Jubiläum einlud, stand das generationenübergreifende Musizieren im Mittelpunkt. Das eigens zusammengestellte Jubiläumsorchester aus Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Ehemaligen der Musikschule Lauffen a. N. und Umgebung musizierte unter der Leitung von Thomas Conrad. Mit der Overture in Miniature von Peter Martin, dem ersten Satz aus Beethovens erster Sinfonie und Antonio Vivaldis Blockflötenkonzert RV 443 zeigte das Ensemble seine musikalische Vielseitigkeit. Als Solist überzeugte Daniel Koschitzki im Vivaldi-Konzert, bevor Rion Leckebusch am Klavier mit Daniel Hellbachs Pop-Concerto einen schwungvollen Schlusspunkt setzte.
Doch auch nach dem offiziellen Programm war der musikalische Abend noch nicht zu Ende: Wie bereits im ersten Teil ließ das Publikum auch das Jubiläumsorchester nicht ohne Zugabe von der Bühne. Mit dem schwungvollen Gopak von Modest Mussorgski in einer Bearbeitung von David Stone fand das Konzert einen mitreißenden Abschluss.
Die musikalischen Darbietungen und das abwechslungsreiche Programm begeisterten das Publikum und sorgten für lang anhaltenden Beifall. Der Abend machte eindrucksvoll deutlich, was die Musikschule seit fünf Jahrzehnten auszeichnet: Sie vermittelt nicht nur musikalische Fähigkeiten, sondern schafft Begegnungen, fördert Talente und verbindet Menschen über Generationen hinweg.
So wurde das Jubiläumskonzert zu weit mehr als einem festlichen Rückblick. Ehemalige kehrten an ihre musikalischen Wurzeln zurück, Lehrkräfte musizierten mit früheren und heutigen Schülern, und gemeinsam entstand ein Klang, der die Geschichte und die Zukunft der Musikschule gleichermaßen verkörperte. Ein besonderer Abend, der allen Beteiligten und Gästen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.













